Rucksack packen – aber richtig!

Die Ferienfreizeit ist gebucht, die Packliste kam mit dem Infobrief per Post – das, was IN den Rucksack kommt, ist also geklärt (und wer dennoch mal nachschauen will, was er so einpacken muss, schaut am besten mal bei unseren Musterpacklisten nach). Doch WIE genau wird der Rucksack eigentlich gepackt? Und was soll auf keinen Fall mitgenommen werden? Wir sagen’s Ihnen! In diesem Beitrag lesen Sie nützliche Tipps und Tricks rund um das Reisegepäck.

Rucksack oder Koffer?travel-641635_1280

Bevor es um nützliche Packtipps geht, ist es wichtig zu erwähnen, dass wir für alle unsere Freizeiten prinzipiell einen Tragerucksack empfehlen. Die einizigen Ausnahmen bilden die Mini-Camps für unsere ganz Kleinen von 7-9 Jahren, denn hier sind manche Kinder schlicht noch zu klein für einen großen Rucksack.

Mit dem Gepäck auf dem Rücken haben die Kids nicht nur die Hände frei, es ist auch für Zugfahrten angenehmer, keinen Koffer hinterherziehen zu müssen, der ständig an den Sitzreihen hängen bleibt. Damit die Last auf den Schultern nicht zu groß wird, ist es wichtig, dass der Rucksack individuell auf das Kind eingestellt ist. Er sollte gut am Rücken anliegen, die Träger sollten gepolstert sein und der Hüftgurt nicht zu eng oder zu locker sitzen.

Tetris für Fortgeschrittene

Alles für die Freizeit in einen solchen Rucksack zu bekommen, kann manchmal zur Herausforderung werden. Besonders dann, wenn man noch ungeübt im Schlichten ist, oder in den 90ern kein Tetris gespielt hat. Generell gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig! Schwere Gepäckstücke sollten nah am Rücken platziert werden, damit das Gewicht das Kind nicht nach hinten zieht. Ist einmal alles Große drin, können die entstandenen Lücken mit kleinen und flexiblen Dingen aufgefüllt werden.

Kleidungsstücke brauchen am wenigsten Platz, wenn man sie zusammenrollt – so können sie auch in engste Zwischenräumen gesteckt werden. Hygieneartikel wie Seife und Zahnpasta sollten unbedingt in Reisegröße besorgt werden, damit unnötiger Platzverlust und zu hohes Gewicht vermieden werden. Ganz nach oben kommen alle Dinge, die man schnell brauchen könnte. Zum Beispiel die Regenjacke, falls das Wetter umschlägt, oder der Fleecepulli, falls der Wind zunimmt. Kleiner „Krimskrams“ macht sich am besten im Deckelfach: Taschenlampe, Sonnencreme und Kompass finden hier Platz. Die Trinkflasche gehört in jedem Fall griffbereit ins Seitenfach. Wenn man erst einmal umständlich alles umräumen muss, um an sein Getränk zu gelangen, besteht die Gefahr, zu wenig zu trinken!

Die dicken Brummer

Ohbackpacking-23788_1280 Schreck! Eigentlich ist der Rucksack schon voll – wo sollen nun Schlafsack und Isomatte hin? Keine Panik…da diese beiden Stücke zur Standard-Ausrüstung gehören, sind dafür extra Vorrichtungen am Rucksack angebracht! Der Schlafsack kann in das praktische Bodenfach gestopft werden. Gerne darf der unterste Teil des Rucksack prall gefüllt sein, denn das sorgt für Stabilität und ein gutes Tragegefühl. Die Riemen an der Außenseite sind perfekt, um die Isomatte ranzuschnallen. Hierbei ist zu prüfen, dass alles, was außen angebracht wird, bombenfest sitzt. Baumelnde Gepäckstücke, wie Schuhe oder Geschirr, bringen den Rucksackträger beim Laufen aus dem Tritt und bergen die Gefahr an Ästen oder Ähnlichem hängen zu bleiben.

 

Mit diesen praktischen Tipps kann eigentlich nichts mehr schief gehen! Neben all den Dingen, die in den Rucksack gehören, ist das wichtigste Reisegepäck ganz kostenlos: die Lust auf und die Freude am Unterwegssein – die gibt es nämlich nirgends zu kaufen.